So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,
so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken,
so störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
das ist dieser Halbmensch - sein Name ist "Mann"!
Er steht nur im Weg rum, zu nix zu gebrauchen,
ist immer am Meckern und ständig am Fauchen.
Er ist auf der Erde, ich sag's ohne Hohn,
vom Herrgott die größte Fehlkonstruktion!
Sie halten sich zwar für die Klügsten und Besten
im Norden und Süden, im Osten und Westen,
dabei ist ihr Hirn und da schwillt mir der Kamm,
nichts anderes als ein nutzloser Schwamm!
Was kann denn ein Mann außer sitzen und laufen,
außer essen und schlafen, meckern und saufen?
Er ist zwar der Kopf der Familie, der Clown,
doch's Gehirn in dem Schädel sind immer die Fraun!
Ein Mann wär doch ohne uns Frauen verloren!
Er wär ja ohne uns nicht mal geboren!
Erst durch unsre Hilfe wird mit viel Bedacht
so halbwegs ein Mensch aus dem Schlappschwanz gemacht!
Würd' er nicht von uns an die Brust gleich genommen,
er würde im eigenen Dreck schnell verkommen.
So ist es, so war es, so wird's immer sein:
Er ist ohne uns nur ein ganz armes Schein!
Ich könnt' auf die Männer von Herzen verzichten!
Was haben wir denn von den komischen Wichten?
Nur Arbeit und Ärger bis spät in die Nacht!
Selbst die Kinder werd'n heut ja schon künstlich gemacht!
Ein Mann hält sich oftmals für unwiderstehlich
und glaubt, schon ein Lächel von ihm macht uns selig,
stolziert durch die Gegend wie'n Hahn auf dem Mist
und merkt dabei gar nicht, wie dußlig er ist!
Ein Mann meint, er wäre der Größte, gewöhnlich,
und hält sich im Bett für Don Juan persönlich,
enorm ist sein Können, das er dir verspricht,
doch was e r für die Kür hält , ist nicht einmal
Pflicht!
Die Männer, die meinen, sie wären die Könner
und traun uns nichts zu, die komischen Penner!
Wer macht in der Welt denn, ich sag's wie es ist,
nichts andres als Blödsinn, als Quatsch oder Mist?
Doch würden auf Reden die Frauen regieren,
dann brauchte kein Mensch in den Krieg mehr marschieren,
denn Frauen die haben, das liegt auf der Hand,
dem Mann was voraus: Sie haben Verstand!
Er spielt gern den starken germanischen Helden!
Doch wehe, er tut sich ganz leicht mal erkälten,
dann liegt er im Bett rum und fühlt sich halbtot,
als wär er von Schwindsucht und Siechtum bedroht!
Fühl ich mich mal unwohl und kann kaum noch gehen,
ich kann weder sitzen, noch liegen, noch stehen,
dann sagt er verächtlich: "Komm, mach nicht so'n Wind!"
Doch sitzt ihm ein Bums quer, dann weint er wie'n Kind!
Ich möchte's mal erleben, das wär ein Vergnügen,
die Männer, die müßten die Kinderchen kriegen,
dann wär's auf der Erde, so schön es auch sei,
mit der Überbevölkerung ganz schnell vorbei!
Mit dem Maul sind die stark, da können sie prahlen,
doch wehe, der Zahnarzt bereitet mal Qualen,
dann sind sie doch alle, verzeiht den Vergleich,
wie ein Korb voller Fallobst: So faul und so weich!
Ein Mann ist ganz brauchbar, solang er noch ledig,
da ist er oft schlank noch, sein Körper athletisch,
da ist er voll Liebe und voller Elan,
kaum ist er verheirat', wird nichts mehr getan!
Er geht auseinander, der komische Seppel,
als wär er kein Mann, nein, als wär er ein Kreppel.
Da hilft kein Okasa und kein hartes Ei:
Der Bauch ist im Weg, er kommt nicht mehr bei!
Als Jüngling wollt' er dauernd kosen und küssen,
als Ehemann will er davon nichts mehr wissen.
Verlangst du dein Recht, dann wird er gemein,
er gibt dir's Gebiß und sagt: "Küß dich allein!"
Mit Gold und Brillanten tat er dich beglücken!
Das kriegt heut die Freundin hinter dem Rücken!
Und du kriegst heut nur noch, wenn er daran denkt,
zum Geburtstag nen Schnellkochtopf von ihm geschenkt!
Was sind doch die Männer für dämliche Laffen!
Sie glauben, sie würden alleine nur schaffen!
Der Mann meint, er wäre es nur, der sich plagt!
Was die Hausfrau all tut, davon wird nichts gesagt!
Was er alles leistet, damit tut er prahlen:
Man könnte ihn eigentlich gar nicht bezahlen,
er schafft sich noch tot und die Frau hat's so leicht!
Da tut sie ihr' Arbeit , sie lächelt und schweigt!
Wir haben's nicht nötig, uns selber zu loben!
Und jetzt könnt ihr lachen und könnt wieder toben:
Wir sind zu bescheiden - das ist nicht verkehrt!
Wir kennen auch so unsren wirklichen Wert.
Ihr seid doch nur Angeber, seid doch nur Nieten!
Euch müßt' man die Menschenrechte verbieten!
Und zu eurem Schutz, da springt dann schnell ein
der bundesbehördliche Tierschutzverein!
Deswegen, ihr Frauen, nehmt sie an die Leine!
Es sind alles Hundchen nur - bissige, kleine!
Und sind sie nicht friedlich und sind sie nicht nett,
dann laßt ihr sie abends nicht mehr in das Bett!
Dann laßt ihr sie zappeln, dann laßt ihr sie schmoren
und krault sie nicht mehr an den schmutzigen Ohren!
Ihr müßt ihn erziehen, den Kurt oder Franz,
am besten, ihr geht ein Jahr auf Distanz!
Wir Frauen, wir müssen die Männer dressieren,
sonst kann auf der Erde noch Schlimmes passieren
und irgendwann fliegt wegen so einem Schuft
das ganze mit Bum und mit Krach in die Luft!
Drum müssen wir Frauen auch aufmerksam wachen,
daß all diese Männer kein' Unsinn mehr machen!
Wir Frauen wir sind doch und da habe ich recht
auf Erden natürlich daß beßre Geschlecht!
Und so unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken,
so lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken,
So störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann,
das ist dieser Halbmensch - sein Name ist "Mann"!